Glatttal

Glattraum Zwicky Areal

2018-2021

Das ehemalige Areal der Baumwoll- und Seidenzwirnerei Zwicky & Co erfuhr im letzten Jahrzehnt eine vollständige Transformation vom brachen liegenden Industrieareal in ein durchmischtes, dichtes Stadtquartier. Mitten durch das Areal fliesst die Glatt, die verantwortlich dafür ist, das sich diese Industrie damals hier angesiedelt hat. Im heute dicht besiedelten Glatttal hat der Kanton Zürich und die Glatttalgemeinden das freiraumplanerische Potential dieses Fliessgewässers erkannt und im übergeordnete Masterplan «Fil bleu» die unterschiedlichen raumplanerischen Interessen innerhalb des Gewässeraums geregelt, damit das Gewässer abschnittsweise revitalisiert werden kann, ein durchgehender Rad- und Fuss- weg zur Verfügung steht, mit punktuellen Zugängen zum Wasser der Naherholungswert verbessert werden kann und nicht zu letzt der Gewässerraum ökologisch aufgewertet und mit den der Landschaft vernetzt werden kann.

Als Abschluss des Transformationsprozesses im Zwicky Areal wird nun der Abschnitt der Glatt zu einem linearen Naherholungsraum. Mit dem Projekt soll der Uferweg aufgewertet und die Glatt erlebbar ge- macht werden. Mit gezielten Eingriffen wird der Aufenthalt am Wasser möglich, aber kontrolliert. Die Randbereiche sollen geschützt und die Vernetzung von Flora und Fauna verbessert werden.

Durch ein leichtes, nicht gleichmässiges Pendeln des Uferweges und der Glatt entstehen Böschungssituationen mit unterschiedlichen Neigungen. Flachuferbereiche im Wechsel mit Steilufern erzeugen ein abwechslungsreiches Raumgefühl. Eine Differenzierte Bepflanzung soll dieses Raumgefühl noch verstärken und die Zugänglichkeit zum Gewässer regeln. Mäandrierende Flächen aus Wiesen, Hochstaudenflure und Sträuchergruppen wechseln sich ab. Für ein übergeordnetes Raumgefüge werden Bäume gepflanzt, welche den Flussraum betonen und die beiden Uferseiten zusammenbinden.